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Ironie: Wann ist sie angebracht und wann nicht?

Ironie begleitet uns durch unser ganzes Leben. Wenn jemand etwas ironisch meint, dann sagt man etwas anderes als man eigentlich meint, trotzdem wird der eigentliche Sinn verstanden, zumindest von einigen. Jemand sagt beispielsweise das genaue Gegenteil von dem, was er eigentlich meint. So etwas nennt man dann rhetorische Ironie.

Warum aber verstehen nun einige etwas was ironisch gemeint ist und einige nicht?

Das könnte unter anderem am Wissensstand des Sprechers, also demjenigen der etwas ironisch ausspricht und an dem Wissensstand des Hörers liegen. Teilen sich beide den gleichen Wissensstand, so versteht der Hörer meist sofort den eigentlichen Sinn. Hat man eher das Gefühl, man könnte nicht verstanden werden, dann kann man außerdem verschiedene Ironiesignale setzen oder senden. Dies kann entweder durch eine bestimmte Betonung erfolgen, durch Mimik oder Gestik. Dies erleichtert dem Hörer, den Sinn des ironischen Ausdruckes zu verstehen. Hinter jeder Aussage, sei sie noch so ironisch, steckt jedoch immer ein ernst gemeinter, kritischer Sinn. Anders als beim Humor, hier meint man dies, was man sagt, meistens nicht ernst. Eine andere Form ist die Selbstironie. Diese nimmt vor allem in der Kunst einen hohen Stellenwert ein. Besitzt jemand keine Selbstironie, dann wird dies häufig in der Kunst als Manko bezeichnet.

Selbstironie

In der Selbstironie meint man immer sich selbst, man kritisiert dabei seine eigenen Handlungen und gesteht sich somit selbst Fehler ein. Selbstironie wird in der Gesellschaft daher eher geschätzt und gern gesehen. Auch im Internet, in der Literatur und im Journalismus sind ironisch gemeinte Aussagen oder Kritik zu finden. Fast jeder nutzt heutzutage das Internet um darüber zu kommunizieren, Gedanken auszutauschen, selbst um sich Luft zu machen oder um sich über etwas aufzuregen. Im Internet gibt es jedoch in dem Sinne keinen Sprecher und keinen Hörer, da man nur etwas lesen kann, was jemand schreibt.

Häufig verwenden wir deshalb einige Zeichen, Dinge oder Formatierungen, die uns in unseren Aussagen bekräftigen bzw. diese unterstreichen. Auch ironische Aussagen kann man damit bekräftigen. Nehmen wir beispielsweise so genannte Emoticons. Meist sind dies kleine Smileys, die das ausdrücken, was wir fühlen. Auch das Formatieren von Wörtern, kann man als Ironiesignal werten, beispielsweise wenn man etwas komplett in Großbuchstaben schreibt.

Die romantische Ironie

Im Journalismus findet man ironische Aussagen eher weniger, häufig könnten diese von den Lesern falsch verstanden oder gar nicht verstanden werden. Eine besondere Stellung nimmt die Romantische Ironie ein, hier spielt sie eher eine tragische Rolle. Der Leser versteht häufig schnell und ganz genau, worum es geht, ob sich die Figur, um die es in dem Buch geht, in Gefahr befindet oder ihr eine Katastrophe bevorsteht. Die Figur erscheint jedoch häufig ahnungslos und nichts wissend. Hierbei sind verschiedene Autoren und Dichter hervorzuheben, die es verstanden haben, in ihren Büchern oder Gedichten ironische Aussagen zu treffen, die man als Leser auch versteht. Dies sind beispielsweise Thomas Mann, Heinrich Heine oder auch Friedrich Schlegel. Heinrich Heine war zum Beispiel derjenige, der Ironiezeichen auch für die Literatur forderte, eben um Missverständnisse bei den Lesern zu vermeiden. Dafür wurde auch ein spezielles Ironiezeichen eingeführt, was jedoch sehr selten angewandt wird.

Foto: Andreas Wolf – Fotolia.com

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This entry was posted by Funny on 9. Februar 2011 at 13:54 and filed under Allgemein category.

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